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Die Familienmanagerin - Ein Weg aus der demographischen Krise [MerschOnlineAG]
24 Oct 06

Professionalisierung von Familienarbeit und Besteuerung von Kinderlosen bringt die Lösung

(openPR) - Frankfurt, 24. Oktober 2006 – Ein Buch von Peter Mersch mit dem Titel "Die Familienmanagerin - Kindererziehung und Bevölkerungspolitik in Wissensgesellschaften" schlägt einen neuen Weg zur Lösung des deutschen Bevölkerungsproblems vor.

In familienpolitischen Debatten werden Kinder vorwiegend von der Kostenseite her betrachtet. So versucht man etwa die Opportunitätskosten für berufstätige Familien durch eine Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu senken. Die Detailanalyse zeigt aber, dass Kinder heute keinen ökonomischen Nutzen mehr besitzen, und Familien sich dadurch selbst bei sehr starker Kind-Orientierung auf ein bis zwei Kinder beschränken. Gleichzeitig bleiben viele Menschen lebenslänglich kinderlos. Sehr niedrige Fertilitätsraten sind die Folge. Der siebte Familienbericht der Bundesregierung hat aber ergeben, dass der Kindermangel in Deutschland in erster Linie auf den Rückgang größerer Familien zurückzuführen ist. Solche Familien entstehen heute überwiegend in sozial schwachen Schichten oder werden in die Armut abgedrängt.

Durch diese Praxis entsteht immer mehr "Unterschicht" und der Sozialstaat zerstört sich selbst. Dagegen werden zurzeit diverse Reparaturmaßnahmen empfohlen, zum Beispiel die Kindergartenpflicht für Kinder ab drei Jahren. Gleichzeitig soll für Erzieherinnen eine akademische Ausbildung verpflichtend werden.

Hierdurch lässt sich das Problem nicht lösen, denn eine akademisch ausgebildete Erzieherin wird umso mehr Geld verdienen können, je mehr fremde Kinder sie betreut und je weniger eigene Kinder sie folglich hat. Dies ist bevölkerungspolitisch ineffizient, ein staatlich verordneter "Frauentausch" hilft niemandem. Da Kinder heute keinen direkten ökonomischen Nutzen mehr haben, macht es viel mehr Sinn, akademisch ausgebildete Erzieherinnen unter bestimmten Umständen als "Familienmanagerinnen" für das Erziehen ihrer eigenen Kinder zu bezahlen. Dies hebt auf natürliche Weise die Geburtenrate und dies ist vor allem für die Kinder und Eltern viel besser. Wenn Eltern ihre Kinder gleich wieder woanders abgeben sollen, werden sie auf Dauer jegliches Interesse an eigenen Kindern verlieren.

Auch der Rückgang der Jahrgangsstärken macht eine Spezialisierung auf Familientätigkeiten erforderlich. Wenn die Zahl der gebärfähigen Frauen schrumpft, dann müssen sich zwangsläufig einige Frauen oder auch Männer ganz auf Familienarbeit konzentrieren und viele Kinder aufziehen. Diese Eltern sollten aber möglichst qualifiziert sein, um das Humanvermögen nicht weiter zu beschädigen. Die gesellschaftliche Reproduktion ist für einen Staat das, was für ein Unternehmen die Forschung und Entwicklung ist, und diesen Stellenwert muss sie auf Dauer erhalten.

Das alles verändernde bevölkerungspolitische Ereignis war die Emanzipation der Frauen. Solange Frauen im Leben praktisch eine fest vorgegebene Rolle zukam, hatten sie Interesse daran, diese besonders gut auszufüllen. Unter diesen Umständen wurden viele Kinder in die Welt gesetzt und verantwortungsvoll großgezogen. Gut ausgebildete Frauen haben aber heute die freie Wahl zwischen bezahlter Berufstätigkeit und unbezahlter Familienarbeit. Ohne die Möglichkeit, auch mit qualifizierter Familienarbeit Geld verdienen zu können, sind gut ausgebildete Frauen nicht wirklich emanzipiert, denn nun können sie praktisch keine größere Familie mehr gründen, es sei denn, sie verzichten auf die Errungenschaften der Emanzipation.

Peter Mersch: "Letztendlich ist es eine Banalität, dass das klassische Familienmodell mit grundsätzlich unbezahlter Familienarbeit unter den Gesetzen der Frauenemanzipation speziell für gebildete Frauen nicht mehr funktionieren kann. Wir haben es nicht mit einem demographischen Wandel, sondern mit einem Wandel in den Reproduktionsanforderungen zu tun. Auf diesen muss nur angemessen reagiert werden, was zurzeit aber nicht der Fall ist."

Aus dem Inhalt:

Noch zu Beginn der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts beruhte die gesellschaftliche Reproduktion in den Industrienationen auf einer Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern, was es dem Staat erlaubte, sich weitestgehend aus dem Thema herauszuhalten.

All dies ist vergangen. Nun steht den Frauen die gleiche Vielfalt an Lebensmodellen zur Verfügung wie vorher schon den Männern, wodurch die Nachwuchsarbeit praktisch zum Erliegen gekommen ist: Die entwickelten Länder sind geprägt von einer Armut an und unter Kindern, beschönigend auch demographischer Wandel genannt.

Peter Mersch zeigt auf, dass es in Wissensgesellschaften eine Kernaufgabe des Staates ist, für eine quantitative und qualitative Nachwuchssicherung und damit für eine nachhaltige Bevölkerungsentwicklung zu sorgen, andernfalls wird die Zukunftssicherung vernachlässigt und es kommt zu einer Verletzung des Prinzips der Generationengerechtigkeit.

Effizient erfüllen ließe sich die Aufgabe durch eine Professionalisierung von Familienarbeit, die über eine Besteuerung von Kinderlosen zu finanzieren wäre. Das Fazit des Autors ist: Das demographische Problem der entwickelten Länder ist lösbar, allerdings ganz anders, als es bislang versucht wurde.

Prof. Dr. Franz-Xaver Kaufmann:

"Das Plädoyer für eine Professionalisierung von Familientätigkeiten hat vieles für sich. Manche werden einwenden, das Familienmanager-Konzept leiste einer Deinstitutionalisierung von Familie weiter Vorschub. Auf jeden Fall spricht der konsequente Vorschlag aber eine bisher kaum bedachte Dimension in der Diskussion um die prekäre Nachwuchssicherung an."

Norderstedt, Books on Demand, September 2006, ISBN-10: 3-8334-5481-4, ISBN-13: 978-3-8334-5481-3, 224 Seiten, 19,80 EUR

Ihr Presseansprechpartner:
Peter Mersch

Mersch Online AG
Hochstr. 43
60313 Frankfurt

Telefon: +49 69 6612 5836
Telefax: +49 69 6612 5843

info@mersch.com
www.mersch.com

Peter Mersch, Jahrgang 1949, ist Systemanalytiker und Gründer und Leiter der Mersch Online AG. Nach dem Studium der Mathematik und Informatik arbeitete er im Spacelab-Projekt, später in diversen umfangreichen Projekten der Finanzindustrie. Heute sind Managementberatung und Zukunftsforschung Schwerpunkte seiner Tätigkeit.

Weitere Infos finden sich openPR.de





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