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Wie Übergewicht entsteht ... und wie man es wieder los wird

Gesund abnehmen ohne Jojo-Effekt

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Mersch Online AGPublikationenBücher von Peter MerschVorwort Kulturelle Vererbung
Samstag, 18. November 2017

Gilgenmann/Mersch/Treml (Hrsg.): Kulturelle Vererbung.

 


Vorwort der Herausgeber: Kulturelle Vererbung (ohne Fußnoten)


Die in diesem Band versammelten Beiträge stammen aus Vorträgen, die auf einer Tagung zur Evolutionären Pädagogik vom 1. bis 3. Mai 2009 im oberbayerischen Abensberg gehalten und diskutiert worden sind. Tagungen zur Evolutionären Pädagogik haben in Abensberg nunmehr bereits zum fünften Mal stattgefunden, stets unter Beteiligung von praktizierenden Pädagogen und Wissenschaftlern aus einem breiten Spektrum natur- und geisteswissenschaftlicher Fachdisziplinen. Die thematische Spannbreite der Beiträge ist entsprechend groß. Einige Ergebnisse dieser Zusammentreffen sind in zwei vorhergehenden Sammelbänden dokumentiert.

Die in dem vorliegenden Band zusammengestellten Beiträge sind von den Herausgebern in drei Abteilungen geordnet worden: theoretische Voraussetzungen, methodologische Probleme und Anwendungsbezüge der Evolutionären Pädagogik. Bei dieser nachträglich vorgenommenen Einteilung handelt es sich nicht um eine streng systematische Gliederung, sondern nur um eine erste Orientierungshilfe für Leser über die in den jeweiligen Beiträgen vorrangig behandelten Fragestellungen. Selbstverständlich kommen in allen Beiträgen theoretische, methodologische und praktische Bezüge vor.

In der Abteilung, in der vorrangig theoretische Voraussetzungen diskutiert werden, die für die Zwecke der Evolutionären Pädagogik als relevant anzusehen sind, werden vier Beiträge vorgestellt. Den Anfang macht ein Beitrag von Alfred K. Treml über die "Natur der Kultur". Der zweideutig gemeinte Titel spielt mit der traditionellen Gegenüberstellung von Natur und Kultur. Es folgt ein Beitrag von Gerhard Vollmer, der noch einmal die Einbindung der Kultur (mitsamt allen pädagogischen Vorkehrungen) in die natürliche Evolution betont. In dem folgenden Beitrag von Peter Mersch wird eine grundlegende Revision der modernen Evolutionstheorie skizziert, die über Darwin hinausgeht und sich auch für pädagogische Zwecke folgenreich zeigt. Im letzten Beitrag dieser Abteilung greift Klaus Gilgenmann die bildungspolitische Forderung nach "lebenslangem Lernen" auf, um sie in einer evolutionstheoretischen Perspektive zu reflektieren.

In der folgenden Abteilung werden vorrangig methodologische Probleme diskutiert, die auf dem bisherigen Entwicklungsstand der Evolutionären Pädagogik in Folge der Synthese verschiedener Theorieelemente zu beobachten sind. Im Beitrag von Holger Wille wird das erkenntnistheoretische Kriterium der Einfachheit im Theoriedesign der Evolutionären Pädagogik und im Beitrag von Lothar Frank die Verwendung der Memtheorie von Richard Dawkins in der Evolutionären Pädagogik infrage gestellt. Im Beitrag von Bettina Gerlitz wird die Frage aufgeworfen, ob und inwieweit die Memtheorie mit der Archetypenlehre von C. G. Jung vereinbar ist. Archetypen werden als Genanaloge vorgestellt, welche Meme bilden können. Im letzten Beitrag dieser Abteilung diskutiert Roland Bätz kritisch die ontologischen Prämissen einer Evolutionären Pädagogik unter Bezugnahme auf einen Beitrag von Alfred K. Treml, der im vorigen Band der Beiträge zur Evolutionären Pädagogik (2008) erschienen ist.

Die dritte Abteilung, in der vorrangig praktische Anwendungsbezüge der Evolutionären Pädagogik versammelt sind, beginnt mit einem Beitrag von Rolf Oerter, in dem er skizziert, wie das evolutionär unwahrscheinliche Lernpotenzial, das in der menschlichen Ontogenese angelegt ist, über natürliche Beschränkungen hinweg zur Entwicklung und Tradierung schriftsprachlicher und mathematischer Techniken kommen konnte. Daniel Scholl macht in seinem Beitrag theoretische Erklärungen für die evolutionäre Lösung von Kooperationsproblemen fruchtbar für die Didaktik von schulischem Gruppenunterricht. Rolf Schwarz reflektiert in seinem Beitrag typische Probleme, mit denen Lehrer (und insbesondere noch pädagogisch unerfahrene Lehramtskandidaten) im Sportunterricht konfrontiert sind, unter evolutionstheoretischen Gesichtspunkten und kommt zu einem eher skeptischen Schluss über die menschlichen Perfektionsmöglichkeiten.

Leider sind nicht von allen Teilnehmern, die in diesem Jahr in Abensberg vorgetragen haben, schriftliche Ausarbeitungen ihrer Vorträge angefertigt worden, die wir in diesem Band vorstellen können. Anderenfalls wäre insbesondere die Abteilung mit Beiträgen zu praktischen Anwendungsbezügen der Evolutionären Pädagogik umfangreicher ausgefallen. Wir glauben allerdings, dass auch aus der vorliegenden Zusammenstellung schon (erneut) hervorgeht, dass es sich bei der Evolutionären Pädagogik um einen theoretisch, methodisch und praktisch fruchtbaren Ansatz handelt. Die Tatsache, dass viele der Beiträge sich (selbst)kritisch mit der neuen (evolutionären) Perspektive auf pädagogische Probleme auseinandersetzen, beweist, dass die einschlägige Kommunikation lebendig ist und keineswegs schon den Status eines abgeschlossenen Wissenskanons besitzt.

Klaus Gilgenmann, Peter Mersch und Alfred K.Treml
im Dezember 2009



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